„Wir müssen reagieren, bevor etwas passiert.“ mahnte der Kreisvorsitzende der Jungen Union (JU) Elmar Bociek in Bezug auf die Schulwegsicherheit im Main-Taunus-Kreis. „Ein verunglücktes Kind wäre schon zuviel. Gerade jetzt im Frühjahr, wenn die Kinder wieder mit den Fahrrädern zur Schule fahren, ist es für alle Beteiligten im Straßenverkehr besonders wichtig, aufzupassen, dass Unfälle vermieden werden. Jährlich verunglücken über 60.000 Kinder im Straßenverkehr auf dem Weg zur Schule, ca. die Hälfte davon sind mit dem Fahrrad unterwegs.“ erläuterte Bociek. Auch scheinbar sicher Rad fahrende Kinder könnten durch ungewohnte, plötzlich auftretende Situationen überfordert werden. Deswegen wünschen sich die jungen Kandidaten der CDU Main-Taunus, dass das sensible Thema der Schulwegsicherheit mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung rücken würde.
Um Unfälle zu vermeiden, sei es notwendig, dass Kinder in theoretischer und praktischer Weise auf den Straßenverkehr vorbereitet würden. Ein wichtiger Bestandteil sei die begleitende Verkehrserziehung, die im Main-Taunus-Kreis durch die mobile Jugendverkehrsschule durchgeführt wird.
Hier werden alltägliche Verkehrssituationen zuerst im so genannten Schonraum geübt, bevor sie im Realverkehr erlebt werden. Denn nur, wenn Kinder die Konsequenz ihres Handelns erklärt bekämen, könnten sie sich den Situationen erfolgreich stellen, meinte der JU-Vorsitzende.
Solche Schulungen seien überaus wichtig, da sich Kinder im Straßenverkehr häufig falsch verhielten, wie das angefügte Bild beispielhaft zeige.

Die JU möchte ebenfalls ihren Beitrag zur Schulwegsicherheit leisten und plant die Aktion „Kinderstadtpläne“. Die JU initiiert eine kindgerechte Kartierung des Main-Taunus-Kreises. Auf den einzelnen Orts- und Stadtplänen sollen neben den Kinderspielplätzen, Schulen, Sportplätzen u.ä. Gefahrenpunkte im Straßenverkehr bildhaft dargestellt und erläutert werden. „Kinder mögen den Globus, der bei ihnen im Kinderzimmer steht. Sie werden auch Gefallen an der Karte finden, die ihr Zuhause erklärt und so spielerisch lernen wo Gefahrenpunkte sind.“, meinte Bociek.
Aber Elmar Bociek ist sich bewusst, dass Straßenverkehr nur gemeinsam funktioniert. Wichtig sei die Rücksicht der Autofahrer.
Häufig seien es falsch parkende oder zu schnell fahrende Autos, die Kinder in Gefahrensituationen kommen lassen. „Ein erster aber wichtiger Schritt ist das Umdenken der Eltern. Viele Eltern bringen ihre Kinder unnötigerweise mit dem Auto zur Schule und verursachen so, unübersichtliche und gefährliche Verkehrssituationen vor den Schulen. Die Eltern sollen das Auto stehen lassen.“ forderte der Jungpolitiker.
Als weitere Beteiligte würden die örtlichen Behörden gefordert. Sie könnten bereits durch die Einbeziehung der Schulwegsicherheit in die allgemeine Verkehrsplanung für mehr Sicherheit sorgen. „In einem ersten und einfach ausführbarem Schritt könnten im direkten Umfeld von Grundschulen Tempo 30 Zonen eingerichtet werden“, meint Elmar Bociek. Stichprobenartige Kontrollen an gefährlichen Stellen sind notwendig um auf die Gefahren hinzuweisen und bei der Problemlösung mitzuwirken. Der Einsatz von Schülerlotsen an diesen Orten sollte selbstverständlich sein.
„Bei einem so wichtigen Thema müssen alle Beteiligten Rücksicht nehmen. “ fasste Bociek zusammen.
Polizeistation Hattersheim
-Jugendverkehrsschule-
Frankfurter Str. 100
65795 Hattersheim
Tel.: 06190/9360-68
-69










