Managerbezüge: Stock-Options verbieten
Der Arbeitskreis Wirtschaft der CDU im Main-Taunus-Kreis stellt fest, dass alle Bestandteile von Top-Managerbezügen von fähigen, starken Aufsichtsräten verhandelt werden und in den Jahresberichten zu veröffentlichen sind. Der Staat sollte nur dann Obergrenzen setzen, wenn Rettungsaktionen der öffentlichen Hand, wie zuletzt bei Banken, notwendig wurden.
Angeregt wird eine Regelung, dass die Hauptversammlung der Eigentümer die Top- Gehälter durch Beschluss billigt mit einer Mehrheit von mindestens 75%. Der Arbeitskreis schlägt vor Stock-Options für Topmanager und Aufsichtsräte zu verbieten, sondern angemessene Grundgehälter/Vergütungen zu bezahlen in Kombination mit Boni nach ausschließlich operativem Erfolg und steigend nach Firmenzuge-hörigkeit. Das sind bewährte Modelle über viele Jahrzehnte. Hohe Boni bei Porsche für Spekulationsgewinne mit nachfolgender mangelnder Liquidität sind auf das Schärfste zu verurteilen.
„Die diskutierte Haftung für Manager mit einem Jahresgehalt ist nicht der richtige Weg“ so Dr. Kurt Eiglmeier, Leiter des Arbeitskreises. Er schlägt vor, stattdessen Bonuszahlungen für 2 Jahre dem Vorbehalt einer Rückforderung bei Feststellung von Fehlleistungen oder wirtschaftlichem Misserfolg zu unterwerfen.
Für das Verbot von Stock-Options spricht sich der Arbeitskreis der CDU deswegen aus, weil damit nur das kurzfristige Steigen von Aktienkursen zum wesentlichen Antrieb des Vorstandshandels wird oder sogar des Aufsichtsrates als Kontrollgremium. Das ist nicht unbedingt das Interesse von Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten – aber das von Investmentbankern für schnelle Geschäfte. Genauso wie die, von letzteren jahrelang empfohlene, Notierung deutscher Aktien in USA mit hohen Umsätzen für Investmentbanker , die wohl fast jede Firma bereut hat. Aktien steigen nicht durch mehr Zulassungen an Börsen, sondern durch Leistung der Mitarbeiter.
Die Finanzkrise muss wieder als Neuanfang zu gesundem, nachhaltigen Wirtschaften als Chance führen – wo Auswüchse große Teile der Wirtschaft schwer schädigten.
Mehr zum Stichwort “Stock-Options” unter: http://www.wiwi.uni-regensburg.de/scherrer/edu/opi/stockoptions.html










